Unser Schulhund Merlin

Die katholische Hauptschule Itterstraße freut sich darüber, seit November 2016 ein vierbeiniges Schulmitglied in unserer Schulfamilie begrüßen zu dürfen: Unseren Schulhund Merlin!

 

Merlin ist ein Australian Shepherd. Diese Rasse ist sehr freundlich Kindern gegenüber und auf den Menschen bezogen. Die Hunde sind mit einem „will to please“ gezüchtet. Das bedeutet, dass sie dem Menschen gefallen möchten und gerne mit ihm arbeiten. Diese Eigenschaft ist eine große Hilfe bei der Ausbildung zum Therapiehund und bei der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.

 

 

Wir sind überzeugt, dass Merlin der Schule als Ganzes und speziell den Kindern in vielerlei Hinsicht neue Möglichkeiten und Chancen eröffnet und freuen ihn als vierbeiniges Teammitglied bei uns zu haben!

Gründe für den Einsatz eines Schulhundes

Die Katholische Hauptschule besuchen Kinder mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund, die aus verschiedenen Ländern stammen. Auch Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf werden an der Hauptschule unterrichtet.

 

In der Fachliteratur ist nachzulesen, dass Tiere sich positiv auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirken. Die Schüler erfahren im Rahmen tiergestützter Pädagogik eine ganzheitliche Entwicklungsförderung. Bei der Förderung des sozialen Miteinanders und eines guten Lernklimas kann der Schulhund als „Pädagoge auf vier Pfoten“ positiv auf die Kinder einwirken.

 

Die Schülerinnen und Schüler lernen Verantwortung zu übernehmen und steigern ihre Empathiefähigkeiten. Ein respektvoller Umgang mit dem Hund ist eine Grundvoraussetzung für den Einsatz des Tieres. Beobachtungen zeigen, dass die Lautstärke sinkt und die Disziplin der Jugendlichen steigt. Hervorzuheben ist auch, dass das Aggressions- und Stresspotenzial gesenkt werden.

 

Tiere sind dem Menschen gegenüber unvoreingenommen und wertfrei. Sie spiegeln das eigene Verhalten und ermöglichen einen schnellen Vertrauensaufbau. Außerdem betonen Neurowissenschaftler, dass positive Emotionen und Gefühle den Lernprozess nachhaltig fördern. So kann sich der Schulhund nicht nur positiv auf das Sozialverhalten auswirken, sondern auch die Leistungen der Kinder beeinflussen.

 

Organisation des Schulhund-Einsatzes

Unser Schulhund Merlin lebt bei Frau Schumacher, die die Verantwortung für ihn trägt. Seine

Ausbildung beginnt mit der 9. Lebenswoche. Es ist wichtig, dass der Welpe bereits während seiner Prägephase den Schulalltag kennen lernt und Kontakt zu Schülern hat. Die Ausbildung zum Therapiehund dauert etwa 15 Monate und wird mit einem Hundetrainer in der Schule durchgeführt.

Um den Hund nicht zu überfordern und die Tierschutzbestimmungen einzuhalten, steht eine Hundebox im Klassenraum. Zieht der Hund sich in diese Ruhezone zurück, darf er nicht gestört werden. Der Hund begleitet nur Frau Schumacher in ihrem Unterricht, weil sie die Bezugsperson des Hundes ist.

Folgende Regeln sind von allen Beteiligten an unserer Schule im Umgang mit dem Hund zu beachten:

  • Der Hund darf in seiner Ruhezone nicht gestört werden.
  • Der Hund darf nicht gefüttert werden.
  • Bevor der Hund gestreichelt wird, muss er dem Kind zeigen, dass es ihn/sie wahrgenommen hat.
  • Nach dem Hundekontakt besteht die Möglichkeit die Hände zu waschen.
  • Die Schüler dürfen den Hund nur nach einer Aufforderung der Lehrkraft rufen oder ihm Kommandos geben.
  • Der Hund darf nicht geschlagen, getreten oder verletzt werden.

Die Liste der Regeln wird nach Bedarf ergänzt oder verändert.

 

Hygienebestimmungen

Es ist zu betonen, dass der Kontakt mit dem Hund auf Freiwilligkeit basiert. Kein Schüler muss den Hund berühren, wenn er Angst vor ihm hat oder medizinische Gründe vorliegen. Um den Infektionsschutz für die Schüler und den Hund zu minimieren, finden regelmäßige Tierarztbesuche statt. Bei der zuständigen Lehrkraft (Frau Schumacher) können der Impfpass, eine Gesundheitsbescheinigung und die Dokumentation einer regelmäßigen Prävention vor Parasiten (wie zum Beispiel eine Entwurmung) eingesehen werden. Im Raum besteht die Möglichkeit die Hände zu waschen. Ein handelsübliches Desinfektionsspray steht bereit. Die Decken und Kissen des Hundes werden regelmäßig gewaschen.